So trinken Sie nie wieder: Übersicht
Startseite 1. Alkohol die Kulturdroge. 2. Fakten zum Alkoholkonsum 3. Welche Getränke haben den meisten Alkoholgehalt? Blutalkoholkonzentrationsberechnung? 4. Alkohol ein Genuss? Alkohol gesundheitsfördernd? 5. Wann Abhängig? Folgen. 6. Wer ist betroffen? Wo Hilfe? 7. Risiken für Jugendliche? 8. Wie aus dem Teufelskreis? 9. Meinungen von Jugendlichen? 10. Wie verdient der Staat mit? 11. Hilfreiche Links!

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4. Wie bleibt Alkohol ein Genuss? Kann Alkohol auch gesundheitsfördernd sein?

Wenn man Bier, Wein/Sekt oder Spirituosen trinkt, nimmt man den Alkohol als erstes mit den Schleimhäuten die in Magen und Darm auf. Von dort gelangt der Alkohol in den Blutkreislauf und wird im gesamten Körper verteilt. So dauert es ca. 2 Minuten, bis der Alkohol über die Blutbahn im Gehirn ankommt, 60 bis 90 Minuten bis die Verteilung des Alkohols im gesamten Körper abgeschlossen ist.

Der Alkohol wirkt wie ein Betäubungsmittel im Körper des Menschen. Unter Alkoholeinfluss sinkt die Leit- und Reizfähigkeit der Nervenzellen. Aber am empfindlichsten reagiert das menschliche Gehirn, das natürliche Gleichgewicht wird zugunsten der Dämpfung verzerrt und die Aktivität eingeschränkt. Je mehr Alkohol im Körper umso größer ist die Dämpfung. Die Leistung des Gehirns nimmt kontinuierlich ab.

Jeder erlebt die Wirkung des Alkohols in Abhängigkeit von vielen Faktoren: Körpergewicht, Geschwindigkeit des Alkoholkonsums, ist man den Genuss von Alkohol gewohnt oder ist er wirklich die Ausnahme, das Geschlecht spielt eine Rolle und was hat man vor dem Alkoholgenuss gegessen – die so genannte Grundlage im Magen.

0,2 Promille:
- man fühlt sich entspannt
- das Verhalten, die Gefühle und die Wahrnehmung verändern sich
- man wird gelöster und hat das Gefühl leichter mit anderen in Kontakt zu kommen
- aber Bewegungskoordination und Konzentration beginnen zu sinken
- das Hör-, Seh- und der Geruchssinn sind vermindert
- die Schmerzempfindlichkeit nimmt rapide ab
- und die Hemmung von weiterem Alkoholkonsum ist weitgehend weg.

< 0,5 Promille:
- nun reagiert man langsamer
- verschätzt sich massiv bei der Einschätzung von Geschwindigkeiten
- die Bereitschaft Risiken einzugehen nimmt rapide zu.

0,8 Promille:
- man reagiert immens langsam, wie nach einer schlaflosen Nacht.

Spätestens an diesem Punkt sollte man die Notbremse ziehen und den Konsum von alkoholischen Getränken stoppen. Ansonsten ist es kein Genuss mehr, weil bei weiterem Alkoholkonsum die Folgeschäden sehr dramatisch sein können.

Da gibt es den „Kater“ am nächsten Morgen, Erbrechen, Übelkeit, Schwitzen und permanenter Schwindel – der Tag ist gelaufen.

Die Leistungskraft ist eingeschränkt, man ist schnell an seinen Grenzen – körperlich wie auch geistig. Der Schlaf verliert an Tiefe, Nervosität und Reizbarkeit sind das Resultat daraus, genauso kann Ängstlichkeit und depressive Verstimmung auftreten, die durch anhaltenden Alkoholkonsum verstärkt werden. Die Lebensfreude verschwindet. Es kommt zu bleibenden gesundheitlichen Schäden und einer ausgeprägten Abhängigkeit.

Damit das nicht passiert, hier ein paar Gründe weniger zu trinken:
- morgens möchte man fit und ausgeruht sein
- besseres Konzentrationsvermögen
- bei Männern stört der Bierbauch
- ein frischeres Aussehen bei Frauen wie auch bei Männern
- den Kindern Vorbild sein – das ist wohl mit der wichtigste Grund, dazu unter dem Punkt 6 mehr Informationen.


Kann Alkohol auch gesundheitsfördernd sein?

Man bekommt immer wieder zu hören, dass Alkohol auch eine gesundheitsfördernde Wirkung habe. Nur ganz geringer Alkoholkonsum, z.B. ein Glas Wein/Sekt oder Bier so alle zwei Tage, kann eventuell das Risiko, für Menschen im höheren Alter, bestimmte Herzerkrankungen zu bekommen insbesondere einen Herzinfarkt zu erleiden, senken.

Grenzen des täglichen Alkoholkonsums:

Frauen: Wein/Sekt = 1 Glas 0,15 l
Bier = 1 Glas/Flasche 0,3/0,33 l
Spirituosen/Likör = etwa 2 einfache Schnapsgläser je 0,02 l

Männer: Wein/Sekt = 2 Gläser je 0,15 l
Bier = 2 Gläser je 0,3 l
Spirituosen/Likör = etwa 4 einfache Schnapsgläser je 0,02 l

Wer mehr trinkt läuft Gefahr in eine Abhängigkeitsentwicklung zu geraten. Auch das Risiko für zahlreiche Krankheiten erhöht sich.

Es gilt auch: für Schwangere, beim Autofahren und der Führen von Maschinen – keine alkoholischen Getränke

Lesen Sie weiter: 5. Wann ist beim Alkoholkonsum von Abhängigkeit zu sprechen - welche Folgen?
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