So trinken Sie nie wieder: Übersicht
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5. Wann ist beim Alkoholkonsum von Abhängigkeit zu sprechen, welche Folgen kann diese haben?

Wann ist von Alkoholabhängigkeit zu sprechen? Trinkt am über einen längeren Zeitraum regelmäßig Alkohol kann man je nach individueller Veranlagung sehr schnell abhängig werden.

Der Konsum wird gesteigert, Müdigkeit, ständiges Denken an Alkohol, depressive Verstimmungen und nachlassende Leistungsfähigkeit, Streit schon bei kleinsten Anlässen in der Familie, das Geld wird knapp, Magenschmerzen oder auch Schlafstörungen können unter Umständen Anzeichen für eine beginnende Alkoholabhängigkeit sein.

Ein Teufelskreis ist in Gang gekommen. Das leben scheint ohne Alkohol nicht mehr lebenswert und mit Alkohol wird es auch nicht besser, es stellen sich Scham- und Schuldgefühle ein. Versuche das Trinken einzustellen scheitern kläglich oder enden in Besäufnisse um den Alkoholpegel schnell wieder zu erreichen.

Hoffnung es zu schaffen und Angst zu versagen wechseln sich ständig ab und verunsichern den Betroffenen stark.

Die Entzugserscheinungen zeigen schließlich, dass er Alkohol den Körper gut im Griff hat – der Körper hat sich dem ständigen Alkoholkonsum angepasst, so dass er ohne das Suchtmittel aus dem Gleichgewicht kommt.

Der Körper und vor allem die Psyche reagiert auf das Ausbleiben des gewohnten Suchtmittels als erstes mit Schweißausbrüchen, Händezittern am Morgen, Unruhe und Verunsicherung. Hat man dann seinen „Stoff“ ist es absolut unmöglich aufzuhören, es endet erst, wenn man vollkommen betrunken ist. Der Filmriss ist so das typische Zeichen für eine manifestierte Abhängigkeit, dazu kommen noch Halluzinationen optisch und akustisch, Delirium tremens und Krampfanfälle bei Entzug.

Durch den starken und regelmäßigen Alkoholkonsum werden alle Organsysteme geschädigt oder zerstört. Diese Schäden können irreversibel also nicht umkehrbar und führen zur Invalidität und zum Tod.

Magen-Darm-Trakt:
Es treten Magengeschwüre auf, der Darm wird bei der Aufnahme lebenswichtiger Nährstoffe gestört, freie Bahn für Mangelerkrankungen. Das Risiko an Speiseröhrenkrebs zu erkranken ist sehr hoch.

Blut:
Die Zusammensetzung des Blutes verändert sich, die Abwehr wird geschwächt und die Blutgerinnung wird gestört.

Bauchspeicheldrüse:
Durch den Alkoholmissbrauch treten Entzündungen auf, die die Entstehung von Diabetes Typ II begünstigen. Außerdem ist eine Bauchspeicheldrüsenentzündung sehr scherzhaft und kann zum Tode führen.

Leber:
Bei der Leber setzt eine Verfettung ein die zur tödlich verlaufenden Leberzirrhose führt.

Herz:
Es tritt eine Herzschwächung ein, wobei eine Herzerweiterung die Folge ist.

Blutdruck:
Der Blutdruck wird schon bei täglicher geringer Dosis Alkohol erhöht und zwar dauerhaft, Folgeerkrankungen vom Bluthochdruck ist z.B. die Gefäßverkalkung.

Hormone:
Bei Frauen werden vermehrt männliche Hormone gebildet und bei Männern werden weibliche Hormone gebildet. Das kann zur Impotenz beim Mann führen und zur Störung der Regelblutung bei der Frau. Bei Frauen erhöht sich auch das Risiko an Brustkrebs u erkranken.

Gehirn:
Die Gehirnzellen sterben ab, Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen sind die unmittelbare Folge davon, die bis zur Demenz führen kann.

Es tritt eine schleichende Wesens Veränderung auf, der Betroffene ist schnell reizbar, streitsüchtig, ohne Grund eifersüchtig und das Interesse am täglichen Leben in der Familie lässt nach.

Koordinationsstörungen, ein unsicherer Gang sind Folgen der Schädigung des Gehirn durch den Alkohol.

Nervensystem:
Schmerzempfinden und Sensibilität sind massiv beeinträchtigt.

Entwässerung:
Alkohol entwässert den Körper, Austrocknung und Mineralverlust sind die Folgen.

Weitere Schädigungen können an Augen, Muskeln, Haut und Knochen auftreten.

Lesen Sie weiter: 6. Wer ist vom Alkoholmissbrauch indirekt betroffen? Wo bekommt man Hilfe?
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