Ein Schüler vor einem Supermarkt, er trinkt gerade ein Biermixgetränk:
Joh ich hab grade große Pause und alle holen sich hier Stoff, Schule ist stressig. Abhängig werde ich nicht ich pass schon auf.
Lukas: Man wenn du nicht mittrinkst bist du schnell ein Außenseiter und wirst gemobbt. Ich finde an Alkohol nicht mir schmeckt es auch nicht, aber eben um nicht als Weichei dazustehen trinke ich es trotzdem.
Maren: Mit Alkohol geht es besser bei der Hausaufgaben und so. Und die Jungs finden es cool. Zusammen sitzen und ein Bierchen trinken was ist schon dabei. Meine Eltern trinken jeden Tag so ihre 10 Flaschen Bier, na und.
Anne: Ja es ist ein Problem mit dem Alkohol, aber was sollen wir denn machen, in der Gruppe ist das nun mal so. Da zählt nicht was du willst, ich mag Bier gar nicht, also trinke ich immer ein wenig. Ich habe auch Angst irgendwann mal Abhängig zu werden und meinen großen Berufswunsch Tierärztin zu werden nicht zu schaffen. Deshalb finde ich die Erwachsenen sollten erst mal Vorbild werden und uns dann belehren.
Diese kurzen Meinungen wiederholten sich etliche male. Viele Jugendliche trinken nur aus der Gruppendynamik heraus mit. Alkoholabhängigkeit in der Familie ist ein weiteres Problem, was viele Jugendliche bedrückt und belastet. Das wirkt sich auf ihr ganzes weiteres Leben aus, sie müssen frühzeitig lernen ein gravierendes Problem zu verleugnen bzw. mit zu tragen. Die Fassade der heilen Familie aufrecht zu erhalten geht fast über die mentale Kraft der Jugendlichen. Deshalb ist es wichtig, dass eine frühzeitige Aufklärung über die Folgen des Alkoholmissbrauchs in den Schulen begonnen wird.
Natürlich gab es auch Jugendliche die dem Alkohol nicht zugetan sind, diese fand ich sportlich aktiv beim Volleyball.
Jose: Ich bin Student und habe eine klare Vorstellung von meiner Zukunft als Architekt in meiner Heimat Kolumbien, da hat Alkohol keinen Platz und außerdem gebe ich mein Geld lieber für Fachbücher aus.
Tom: Nee für diese Trinkgelage habe ich keine Zeit, will lieber mit einem klaren Kopf in der Uni sitzen und meinen Master so schnell wie möglich schaffen. Trotzdem finde ich es gut, dass man an Schulen Prävention betreib, denn die pubertierenden Jugendlichen wissen zumeist gar nicht, was sie ihrem jungen Körper mit Alkohol zumuten. Abhängig kann man schneller werden als man denkt, dieser Vorgang ist schleichend und wenn da keiner ist der diese Spirale nach unten aufhält, dann ist das Leben für diesen jungen Menschen gelaufen bevor es richtig begonnen hat. Welcher Arbeitgeber nimmt schon einen Jugendlichen, der keinen ordentlichen Schulabschluss usw. hat – keiner. Also – lasst die Finger vom Alkohol.
Isa: Ich arbeite im Krankenhaus und bekomme oft junge Menschen zusehen die sich regelrecht ins Koma gesoffen haben. Manche sind sogar noch Stolz darauf. Oder kleine Kinder deren Mütter in der Schwangerschaft weiterhin Alkohol getrunken haben, die Kleinen müssen dafür ein ganzes Leben unter ihren Behinderungen leiden. Ich selbst genieße Alkohol sehr selten, entspanne lieber beim Volleyball mit meinen Freunden – macht mehr Spaß. Übrigens nächste Woche fliege ich mit meinem Freund nach New York, darauf haben wir ordentlich gespart – also da seht ihr was man sich alles ohne sinnlosen Suff leisten kann.
Lesen Sie weiter: 10. Wie verdient der Staat mit am Alkoholkonsum?
|