Die Entwicklung des Pro-Kopf-Verbrauchs an (reinen) Alkohol in der Bundesrepublik:
1980 verbrauchte jeder Bundesbürger 12,9 l (Liter); 1985 sank der Alkoholkonsum gering auf 12,1 l und blieb bis 1990 konstant; 1995 war eine weitere Senkung des Verbrauchs auf 11,1 l zu vermerken; im Jahr 2000 waren es nur noch 10,5 l; 2001 sank der Konsum um 1,0 % auf 10,4 l und blieb so auch 2002 konstant, 2003 verringerte sich der Verbrauch sogar um 1,9 % auf 10,2 l; 2004 waren es nur noch 10,1 l und 2005 – 10,0 l.
Somit ist der Alkoholkonsum seit den 1980er Jahren um mehr als 20 % gesunken. Damit liegt Deutschland an 5. Stelle im Pro-Kopf-Verbrauch von Alkohol in der Welt. Das ist entschieden zu viel.
Nur 5,5 % der Bundesbürger/innen von 18 bis 60 trinken absolut keinen Alkohol, leben also abstinent.
Dagegen stehen ca. 1,6 Mio. Bürger/innen im Alter von 18 bis 60 die Alkohol missbräuchlich trinken. Davon sind ca. 1,2 Mio. Männer und ca. 300 000 Frauen alkoholabhängig.
Besonders traurig ist die Tendenz bei Jugendlichen, die den alkoholischen Mixgetränken (z.B. Alkopops) sehr zugetan sind, sich zum so genannten Rauschtrinken zu treffen, wo dann in der Gruppe jeder kräftig dem Alkohol zuspricht und wer als erster dem Vollrausch verfällt ist Sieger – ein sehr zweifelhaftes „Vergnügen“. 2004 wurde deshalb eine Sondersteuer eingeführt um diesem Treiben entgegen zu wirken, das positive Resultat war ein Rückgang des Konsums von alkoholischen Mixgetränken.
Jährlich sind ca. 74 000 Todesfälle durch den Alkoholkonsum zu verzeichnen.
Lesen Sie weiter: 3. Welche Getränke haben den meisten Alkoholgehalt? Blutalkoholkonzentrationsberechnung?
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